| Über uns |
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| Lieber Leser, ich vergesse manchmal selber, dass ich sterblich bin, dass mein Leben zerbrechlich ist. Diese Erkenntnis ist so plump, wie bedeutungsvoll. Es ist schade, dass es immer ein trauriges Ereignis sein muss, das mich die tiefe Bedeutung und die Kostbarkeit des Lebens - meines Lebens - erkennen lässt. Ich nehme mein Leben als selbstverständlich wahr, und oft erwische ich mich, wie ich mit einer unbeschwerten Leichtigkeit durchs Leben schwebe, sodass ich mir bewusst machen muss, dass meine Zeit auf dieser Erde begrenzt ist. In solchen Momenten überkommt mich das Gefühl, dass es in meinem Leben, noch so viele Dinge zu sehen, so viele Sachen zu tun, so viel zu erleben gibt.
Diese Erkenntnis, dieses Wissen um den Tod, zwingt uns Menschen, das Leben als das Wunderbare, Wundervolle, Unbeschreibliche wahrzunehmen, was es ist. Man sollte keine Angst vor dem Tod haben, denn er ist mit dem Leben eins. Das was man fürchten muss ist sein Leben nicht zu leben. Denn die unbestimmte Zeit, die auch in diesem Moment unweigerlich fortschreitet bis irgendwann der Zenit meines und deines Lebens erreicht ist, ist kostbar, weil sie unbestechlich ist. Ich weiß nicht, wann ich sterben werde, auch kenne ich den Ort und die Umstände nicht. Das einzige was bleibt ist diese begrenzte Zeitspanne, die nach meinem Tod mein Leben gewesen sein wird, wie es in abertausenden Jahren für Milliarden andere Wesen gewesen ist. Und es ist ein Verkauf seiner selbst, wenn man sein und anderes Leben nicht ehrt, wenn man seine Träume vernachlässigt bis man sie vergisst, wenn man nicht kämpft für sein Glück, wenn man sein Leben nicht so gelebt hat, wie man es sich gewünscht hätte.
Und wenn ich unzufrieden bin, habe ich nur die Möglichkeit zu handeln, und wenn du unzufrieden bist, musst du alles in der Welt tun um deinen Weg zu finden, auch wenn es bedeutet, sich auf einen Weg zu begeben, der steinig und unbekannt ist. Denn du kannst nur gewinnen und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass der Sprung, der erste Schritt, der Schwerste ist. Ich bin diesen gegangen und ich kann dich beruhigen, der zweite ist einfacher und beim dritten bist du einfach unglaublich froh diese Reise begonnen zu haben. Denn du spürst, dass du dich auf dem richtigen Weg befindest.
Ich möchte dich an dieser Stelle ermuntern, nicht länger auf dein Glück zu warten und endlich dein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Es gibt nichts Schlimmeres als am Ende zu erkennen, dass dein Leben nicht so gelaufen ist, wie du es dir vorgestellt hast. Und wenn du am Ende nicht die Frau deines Lebens, nicht die Liebe deines Lebens, nicht die Dinge im Leben hast, die dich erfüllen, dann wirst du dir wünschen, noch einmal von vorne beginnen zu dürfen. Doch alles was dann für dich bleibt ist die Erkenntnis, dass du sterben wirst.
Berlin, den 2.3.08 Bela "Babu" Hill |




